Eduard Schott wurde als Ältester von sechs Geschwistern am 14.05.1808 in Seesen geboren. Er besuchte dort die Grundschule und später das Gymnasium in Erfurt. Danach ging er in die Eifel, wo er am Rhein an verschiedenen Hüttenbetrieben praktische Studien betrieb. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung an der Technischen Hochschule Kollegium Carolinum“ in Braunschweig.
Am 1.4.1838 wurde er in der Ilsenburger Hütte als Hüttenschreiber angestellt, er war für die Leitung der Formerei, Gießerei und des Cupolofenbetriebes ver-antwortlich. 1844 wurde er zum Faktor (Geschäftsführer) berufen. Um 1846 entdeckte er ein Kristallisationsverfahren, mit welchem man den Härtegrad des Eisens durch das Zusammenschmelzen verschiedener Erze regulieren konnte.
1855 wurde er von Graf Botho zu Stolberg-Wernigerode zum Hütteninspektor und 1864 zum Oberhütteninspektor ernannt, ab 1872 war er Leiter der Hütte. Sein Buch „Kunstgießerei in Eisen“ erschien 1873. Schott hatte großen Anteil, dass die Hütte auch im Ausland sehr bekannt wurde. Bei den Weltausstellungen in London, Paris und Wien war er Jurymitglied bei der Gruppe der Eisenhüttenprodukte. Die Produkte der Ilsenburger Hütte brachten bei den Ausstellungen viele Preise ein.
Aus seiner ersten Ehe (1848) mit Charlotte Kitzsteiner gingen vier Töchter hervor. Als sie 1852 früh verstarb, heiratete Schott 1853 die Schwester Wilhelmine Kitzsteiner, mit der er zwei Söhne und zwei Töchter hatte. Der jüngste Sohn war der spätere Künstler Walter Schott.
Mit 81 Jahren erlitt er einen Schlaganfall, von dem er sich nicht wieder erholte. Schott verstarb am 24.02.1895 in seinem Wohnhaus auf dem Gelände der Ilsenburger Hütte. Der deutsche Kaiser schickte einen Kranz zu seinem Begräbnis. Das Denkmal „Die Trauernde“ , geschaffen von seinem Sohn Walter Schott, an der Marienkirche in Ilsenburg erinnert noch heute an den
„Großen Mann des Eisens“.
