Wir bieten unseren Besuchern zudem eine fachkundige Führung durch das Deutsche Eisenofenmuseum an. Bei Interesse können Sie hier einen Termin per ☎ Telefon: 039452-807457 oder per E-Mail vereinbaren:
Deutsches Eisenofenmuseum
wochentags zugänglich
von 8-15 Uhr
„Ovalofen Nr. 85“
Der Ovalofen Nr. 85 wurde um das Jahr 1870 von der Carlshütte in Rendsburg gefertigt. Der dreietagige Ofen besitzt eine polygonal gebrochene, ovale Grundform und wurde für langflammige Brennstoffe entwickelt.
Die Brennkammer ist aus einem einzigen Gussstück gefertigt und verfügt über die für die Carlshütte typische Doppelfeuerungstüre. Im Inneren sorgen S-förmig angeordnete Senkrecht- und Waagerechtschächte für die Wärmeführung. Der Ofen ruht auf zwei halbovalen Fußschalen, die von kunstvoll gestalteten Löwenpranken getragen werden.
Den oberen Abschluss bildet ein von Kelchblüten eingefasster Rahmen mit einer dreiteiligen, symmetrischen Zierkrone. Besonders auffällig ist der Braunschweiger Löwe, der als krönendes Gestaltungselement den oberen Teil des Ofens schmückt.
Der Entwurf dieses Zirkulierofens entstand ursprünglich um 1850 auf der Rothehütte im Harz. Gestaltet wurde er von dem Bildhauer Friedrich Ferdinand Splittgerber. Nach der Annexion Hannovers durch Preußen im Jahr 1866 wurde das Modell ab den 1870er-Jahren auch von der Holler’schen Carlshütte gegossen.
Der Ovalofen Nr. 85 verbindet eindrucksvoll technische Funktion mit anspruchsvoller Gestaltung und zeigt, wie hochwertige Gussöfen im 19. Jahrhundert nicht nur als Heizgeräte, sondern auch als dekorative Ausstattungsstücke konzipiert wurden.
Bezeichnung:
Authentisch aus Originalunterlagen, soweit vorliegend.
Gewicht:
Das Gewicht der einzelnen Öfen wurde, soweit möglich, konkret ermittelt.
Ca.-Angaben beruhen auf Schätzungen.
Brennstoffe:
Die Brennstoffe bei den Festbrennstofföfen wurden wie folgt abgekürzt:
H = Holz
Gemeint ist damit nicht nur Scheitholz, sondern auch Astholz, das früher oft zu sog. „Büscheln“ gebündelt abgebrannt wurde.
T= Torf
In vielen Gegenden Deutschlands war Torf noch bis ins 1. Drittel des 20.
Jahrhunderts ein ganz „normaler“ Brennstoff, auch bekannt als „Kohle des armen Mannes“.
LK = Langflammige Kohle
Dazu gehört die Stein- bzw. Braunkohle, die auch als Brikett in den Handel kamen.
KK = Kurzflammige Kohle
Namentlich bekannt als Koks bzw. Anthrazit.
„Ovalofen Nr. 85“
Der Ovalofen Nr. 85 wurde um das Jahr 1870 von der Carlshütte in Rendsburg gefertigt. Der dreietagige Ofen besitzt eine polygonal gebrochene, ovale Grundform und wurde für langflammige Brennstoffe entwickelt.
Die Brennkammer ist aus einem einzigen Gussstück gefertigt und verfügt über die für die Carlshütte typische Doppelfeuerungstüre. Im Inneren sorgen S-förmig angeordnete Senkrecht- und Waagerechtschächte für die Wärmeführung. Der Ofen ruht auf zwei halbovalen Fußschalen, die von kunstvoll gestalteten Löwenpranken getragen werden.
Den oberen Abschluss bildet ein von Kelchblüten eingefasster Rahmen mit einer dreiteiligen, symmetrischen Zierkrone. Besonders auffällig ist der Braunschweiger Löwe, der als krönendes Gestaltungselement den oberen Teil des Ofens schmückt.
Der Entwurf dieses Zirkulierofens entstand ursprünglich um 1850 auf der Rothehütte im Harz. Gestaltet wurde er von dem Bildhauer Friedrich Ferdinand Splittgerber. Nach der Annexion Hannovers durch Preußen im Jahr 1866 wurde das Modell ab den 1870er-Jahren auch von der Holler’schen Carlshütte gegossen.
Der Ovalofen Nr. 85 verbindet eindrucksvoll technische Funktion mit anspruchsvoller Gestaltung und zeigt, wie hochwertige Gussöfen im 19. Jahrhundert nicht nur als Heizgeräte, sondern auch als dekorative Ausstattungsstücke konzipiert wurden.
Bezeichnung:
Authentisch aus Originalunterlagen, soweit vorliegend.
Gewicht:
Das Gewicht der einzelnen Öfen wurde, soweit möglich, konkret ermittelt.
Ca.-Angaben beruhen auf Schätzungen.
Brennstoffe:
Die Brennstoffe bei den Festbrennstofföfen wurden wie folgt abgekürzt:
H = Holz
Gemeint ist damit nicht nur Scheitholz, sondern auch Astholz, das früher oft zu sog. „Büscheln“ gebündelt abgebrannt wurde.
T= Torf
In vielen Gegenden Deutschlands war Torf noch bis ins 1. Drittel des 20.
Jahrhunderts ein ganz „normaler“ Brennstoff, auch bekannt als „Kohle des armen Mannes“.
LK = Langflammige Kohle
Dazu gehört die Stein- bzw. Braunkohle, die auch als Brikett in den Handel kamen.
KK = Kurzflammige Kohle
Namentlich bekannt als Koks bzw. Anthrazit.
Wir bieten unseren Besuchern zudem eine fachkundige Führung durch das Deutsche Eisenofenmuseum an. Bei Interesse können Sie hier einen Termin per ☎ Telefon: 039452-807457 oder per E-Mail vereinbaren:








